Mehr als 23 000 Mal schnelle Hilfe aus der Luft
20 Jahre ADAC-Luftrettung in Ingolstadt: Jubiläum für Christoph 32
Ingolstadt. Er ist Turbo-Notarztzubringer und fliegende Intensivstation in einem: der Ingolstädter ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 32. Mit seiner Indienststellung am 10. Juli 1991 begann eine neue Ära in der Luftrettung im nordwestlichen Oberbayern. Zuvor hob die Bundeswehr mit einer SAR-Maschine vom Bundeswehrstützpunkt Manching zu Rettungsflügen ab. Mehr als 23 000 Mal leisteten die Ingolstädter Flugretter seitdem schnelle Hilfe aus der Luft. „Eine beachtliche Leistung, die auf einem routinierten Miteinander beruht sowie auf dem Willen, stets Bestleistungen zum Wohle des Patienten zu erbringen“, würdigte ADAC Vizepräsident für Technik Thomas Burkhardt in einer Feierstunde anlässlich des Jubiläums das herausragende Engagement. Ausdrücklich bedankte sich Burkhardt beim Rettungszweckverband als Träger von Christoph 32, dem BRK Ingolstadt und München, das die Rettungsassistenten zur Verfügung stellt, beim Klinikum Ingolstadt für die engagierte Notarztgruppe sowie bei der Berufsfeuerwehr, mit der die Luftretter bei der Wasserrettung im Raum Ingolstadt seit Jahren erfolgreich kooperieren.
Fliegender Wechsel mit Turbulenzen
Weil die Bundeswehrmaschine den Notarzt erst am Klinikum abholen musste, verstrich wertvolle Zeit. Nur durchschnittlich 170 Mal pro Jahr wurde die SAR aus diesem Grund zu Einsätzen alarmiert. Durch den Wegfall der Zwischenlandung erreichte Christoph 32 den Einsatzort im Schnitt acht Minuten schneller. In den ersten Jahren standen den Teams lediglich provisorische Container auf dem Klinikumsgelände zur Verfügung. Mangels eines Hangars wurde die ADAC-Maschine vom Typ BK 117 nachts auf dem Militärstützpunkt in Manching untergestellt.
Trotz mehrerer Protestwellen besorgter Anwohner begann im Juni 1994 der Bau einer modernen Hubschrauberstation, die am 1. Juli 1995 feierlich eingeweiht wurde. Mit einer geräumigen Hubschrauberhalle samt technischer Infrastruktur, Aufenthalts- und Ruheräumen bekam Christoph 32 ein neues Heim und das Containerdasein hatte ein Ende für die Crews. Hohe Lärmschutzwälle sowie lärmoptimierte An- und Abflugrouten sorgten in den Folgejahren für zunehmende Akzeptanz bei den Anwohnern. 1998 entwickelte der Stützpunkt ein Konzept zur Aus- und Weiterbildung von Copiloten im Rettungsdienst und wurde selbst zu einem von mittlerweile drei ADAC-Trainingsstandorten bundesweit. 14 Copiloten wurden seitdem in Ingolstadt zum Kapitän ausgebildet
Jährlich rund 1400 Alarme
Rund 1400 Mal wird Christoph 32 jährlich zu Rettungseinsätzen alarmiert. Alleine in diesem Jahr hoben die Teams bereits 719 Mal ab. Spitzenreiter in der Einsatzstatistik sind internistische Notfälle wie Herz-, Kreislauferkrankungen, zu denen die Luftretter bisher 225 Mal (36,5 Prozent) gerufen wurden, gefolgt von 102 Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen (16,5 Prozent) und 87 Verkehrsunfällen (14,1 Prozent). Christoph 32 ist täglich von 7 Uhr bis Sonnenuntergang abrufbereit. Sein Einsatzradius beträgt 70 Kilometer rund um Ingolstadt, bei Bedarf auch darüber hinaus.
Einsatzstatistik seit Januar
Gesamteinsätze: 719
Patientenversorgungen und -transporte: 617
Intensiv-Verlegungen: 46
Fehleinsätze: 56
Anforderungsgrund:
(nur Patientenversorgungen und –transporte)
Interne Notfälle: 225 36,5%
Neurologische Notfälle: 102 16,5%
Verkehrsunfälle: 87 14,1%
Chirurgische Notfälle: 48 7,8%
Arbeits- und Schulunfälle: 39 6,3%
Freizeitunfälle: 29 4,7%
Kindernotfälle: 28 4,5%
Häusliche Unfälle: 26 4,2%
Sportunfälle: 10 1,6%
Suizide: 10 1,6%
Kinderunfälle: 7 1,1%
Sonstige Einsätze: 6 1,0%
Stand: 6. Juli 2011
ADAC Südbayern e.V.
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Redaktion
Rudolf Vogler
Vielen Dank an Rudolf Vogler und den ADAC Südbayern für den Text und die Informationen!
Wir freuen uns auf die nächsten 20 Jahre und werden immer versuchen, unseren Patienten eine optimale Versorgung und Sicherheit zu gewährleisten!
Einen Artikel des Donaukuriers zu unserem Jubiläum findet ihr hier:
Zwanzig Jahre Christoph 32
Ingolstadt (IN) Was vor zwanzig Jahren mit dem Jungfernflug begann, ist längst zu einer unverzichtbaren Institution geworden: Der am Klinikum stationierte ADAC-Rettungshelikopter Christoph 32 fliegt mittlerweile durchschnittlich 1400 Einsätze pro Jahr.
Lesen Sie mehr auf donaukurier.de
und wenn wir ein paar Geburtstags-Grüße in unserem Gästebuch finden, werden wir sie gerne an unsere Stamm-Maschine D-HEMS weiterleiten, die sich gerade in der Wartung befindet. Sie wird sich sicher freuen!
Euer Team vom Christoph32
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 13:37 Uhr
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