Hier finden Sie Antworten zu Fragen, die uns gestellt werden. Schauen Sie öfters mal rein, die Liste wird länger werden. Wenn Sie selbst eine Frage haben, schreiben Sie uns im Kontaktformular!
Fragen zur Technik und Organisation
Frage: Wann kommt Christoph32 zum Einsatz?
Antwort: Wir werden primär von der Rettungsleitstelle Ingolstadt eingesetzt. Diese disponiert den Hubschrauber z.B. bei schnellerer Verfügbarkeit unseres Notarztes, für schonenderen oder weiteren Transport. Auch für Verlegungen von Patienten in spezialisierte Kliniken, z.B. bei Amputationsverletzungen, Augenverletzungen, Verbrennungen und schweren internistischen Erkrankungen (Aortenaneurysma, Herzoperationen, usw.). Auch andere Rettungsleitstellen können Christoph32 anfordern.
Frage: wie groß ist der Einsatzradius von Christoph32 ?
Antwort: Christoph32 bewegt sich üblicherweise in einem Radius von 50km um seine Station. Kommt allerdings eine Anfrage, die weiter weg führt, wird dies natürlich ebenfalls geflogen.
Frage: Welche Kliniken fliegt Christoph32 an?
Antwort: Christoph32 fliegt immer die nächstgelegene, geeignete Klinik an. Einzig Einflüsse wie z.B. Wetter oder Aufnahmebereitschaft der Klinik spielen noch eine Rolle.
Frage: Wie schnell ist der Hubschrauber?
Antwort: Unsere BK117 fliegt bis zu 270 Km/h schnell. Dies ist allerdings stark windabhängig. Als Faustregel kann man sagen, dass wir in der Minute etwa 4 Km zurücklegen.
Frage: Wie lange dauert es, bis der Hubschrauber in der Luft ist?
Antwort: Christoph32 benötigt nach Alarmierung zwei Minuten. In dieser Zeit werden die Triebwerke angelassen, der Zielort erfasst, Checklisten abgearbeitet, usw.
Frage: Ist Christoph32 "nachtflugtauglich" ?
Antwort: Ja.
Frage: Woraus besteht die Besatzung von Christoph 32?
Antwort: Christoph32 ist standardmässig mit einem Notarzt, einem Rettungsassistenten (HCM) und einem Piloten besetzt. Da Ingolstadt zusätzich eine Ausbildungsstation ist, fliegen auch manchmal Copiloten mit.
Frage: Kann Christoph32 eine Winde mitnehmen?
Antwort: Die Maschine hat die Anschlüsse und Halterungen. Eine Winde wird jedoch in Ingolstadt nicht installiert.
Frage: Wie hoch fliegt Christoph32 normalerweise?
Antwort: Da Steigen und Sinken Zeit kosten, fliegt der Hubschrauber in relativ niedriger Höhe. Es sind ca. 150 - 400 Meter über Grund
Frage: Wer bezahlt einen Hubschraubereinsatz?
Antwort: Die Krankenversicherung des Patienten
Frage: Welche Ausbildung haben die Piloten?
Antwort: Die Piloten sind Berufspiloten mit mehreren tausend Stunden Einsatzerfahrung
Frage: Wieso hat Christoph32 im Vergleich zu anderen Hubschraubern vom Typ BK117 so eine kleine Stubsnase?
Antwort: Dies hat mit den Anforderungen an den Helikopter seitens des Vorbesitzers zu tun. Es ging um die Sicht aus dem Cockpit.
Frage: Zu welchen Zeiten fliegt Christoph32?
Antwort: Wir fliegen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Eine Schicht kann daher im Sommer mit Nacharbeiten weit über 15 Stunden dauern.
Frage: Ich habe Christoph32 auch schon im dunkeln fliegen sehen! Warum das?
Antwort: Wenn das Wetter stimmt, die Ruhezeiten eingehalten und der Landeort gut ausgeleuchtet oder bekannt ist (z.B. Krankenhauslandeplätze), so kann Christoph32 im Notfall auch noch nach Sonnenuntergang Rettungseinsätze fliegen. Diese unterliegen allerdings strengen Auflagen.
Frage: Wo wird Christoph32 betankt?
Antwort: Bei einem Verbrauch von ca. 120 Litern in der Stunde pro Triebwerk (bei 750 PS je Triebwerk auch nicht verwunderlich), benötigen wir natürlich häufiger eine Betankung. Wir haben an unserem Standort am Klinikum Ingolstadt eine kleine Tankstelle, können jedoch auch an anderen Tankstellen (Flughäfen, Hubschrauberstandorte) tanken, wenn diese Jet A1 Kerosin vorhalten.
Fragen zur Medizin
Frage: Welche medizinischen Geräte kommen bei Christoph32 zum Einsatz?
Antwort: Christoph32 führt folgende Geräte mit: Beatmungsgerät Oxylog3000, Defibrillator und Monitor LP12, Monitor Propaq 206 EL, drei Braun Spritzenpumpen, CO-Detektor, Capnometrie. Insgesamt führt Christoph32 ca. 300(!) verschiedene Verbrauchsmaterialien und Hilfsmittel mit.
Frage: Welche Ausbildung haben die Ärzte?
Antwort: Die Ärzte bei Christoph32 sind Fachärzte am Institut für Anästhesie und Intensivmedizin des Klinikums Ingolstadt und stehen unter der Leitung von OA Dr. Rothmeier und seinem Stellvertreter Dr. Christian Mack
Frage: Welche Ausbildung haben die Rettungsassistenten?
Antwort: Die Rettungsassistenten von Christoph32 sind staatlich examinierte Rettungsassistenten mit einer luftrettungsspezifischen Zusatzqualifikation. Sie sind in Besitz eines Flugfunkzeugnisses (BZF) und haben weitere notfallmedizinische Fortbildungen.
Frage: Was bedeutet "HCM"?
Antwort: Helicopter Emergency Medical Service Crew Member.
Frage: Kann Christoph32 auch Neugeborene transportieren?
Antwort: Ja. Hierzu wird ein sogenannter Inkubator eingesetzt.
Frage: Fliegt Christoph32 auch Intensiv-Verlegungen?
Antwort: Nur im Notfall, wenn die Verlegung keinen Aufschub duldet. Planbare Verlegungen werden mit Intensivtransporthubschraubern geflogen. Christoph32 kann zu diesem Zweck zusätzliches Gerät aus den Krankenhäusern mitnehmen.
Fragen zur Wasserrettung und Eisrettung
Frage: Ich habe in folgendem Artikel gelesen, dass die Feuerwehr in Ingolstadt angeblich das BayWaH praktiziert: "http://www.einsatz-netz.de/community/10-fragen-an/wie-kann-die-wasserrettung-verbessert-werden/". Verwenden auch sie dieses Konzept?
Antwort: Nein. Die Gründe sind vielfältiger Natur. Beispiel: die Hubschrauber haben ein Gewicht von mehreren Tonnen. Patientennahes Schweben ist gefährlich. Der Abwind würde einen Verunfallten möglicherweise unter Wasser oder zurück in ein Eisloch drücken. Aufwirbelndes Wasser oder Eisstücke treffen den Patienten mit hoher Geschwindigkeit. Dies kann zu reflektorischen Atemproblemen und Verletzungen führen. Auch aus diesen Gründen fliegen wir nicht so dicht an den Patienten heran, wie in dem BayWaH beschrieben. Wir haben mehrere Varianten in Übungen erprobt und verfeinern die Techniken ständig. Die Übungen finden unter realen Bedingungen statt, es befindet sich tatsächlich eine Person im Eisloch oder im Wasser. Die strukturellen Voraussetzungen sind gegeben und die Kooperation mit der Berufsfeuerwehr Ingolstadt vorbildlich. Unser Konzept wurde - im Gegensatz zu anderen Konzepten - bereits mehrfach im Einsatz erprobt. Falls die BF Ingolstadt das BayWaH-Konzept verwendet, dann nicht mit dem Christoph 32. Allerdings verwendet die BF Ingolstadt Equipment, dass aus dem BayWaH Konzept stammt.
sonstige Fragen
Frage: Nimmt der Rettungshubschrauber "Christoph32" auch Praktikanten mit?
Antwort: Nein. Dennoch haben wir manchmal anderweitige Mitflieger. Auch werden natürlich neue Mitarbeiter eingearbeitet. Dies findet aus Gewichtsgründen in den Wintermonaten statt (bei niedrigen Temperaturen ist die Leistungsfähigkeit des Hubschraubers höher). Nicht zu unterschätzen sind hierbei auch die möglichen Gefahren für ungeübtes Personal (Praktikanten), die von einem Luftrettungseinsatz ausgehen.
Frage: Kann man den offiziellen Stationsaufnäher von Christoph32 käuflich erwerben?
Antwort: Nein, wir haben nur einen geringen Vorrat. Wir denken, dass auch bei diversen Plattformen mehr Aufnäher verkauft werden, als wir herausgegeben haben.
Frage: Ich will auch Pilot werden! Wie verläuft die Ausbildung?
Antwort: Ein Pilot in der Luftrettung benötigt mindestens einen "Berufshubschrauberführerschein", den CPL-H (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Commercial_Pilot_Licence). Dieser kann auf verschiedenen Wegen erlangt werden. Neben der klassischen Ausbildung in einer Flugschule, kann er u.U. auch bei der Bundeswehr oder der Polizei erworben werden. Mit dem reinen Erwerb der Lizenz ist es allerdings nicht getan, denn die Erfahrung kommt erst mit den Flugstunden. Unsere CoPiloten besitzen schon mehrere hundert Stunden Flugerfahrung als verantwortlicher Hubschrauberführer, bevor sie zu uns kommen und mit Ihrer Ausbildung zum Kommandanten eines ADAC Helikopters beginnen.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 14. Oktober 2011 um 14:49 Uhr
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